Wallfahrtsgasthaus St.Georgenberg

ÖFFNUNGSZEITEN:


MONTAG BIS SONNTAG

09:00-17:00 hrs

durchgehend warme Küche!



Liebe Gäste:

 

Es hat Ihnen bei uns gefallen, Sie haben Anregungen oder wollen uns einfach Ihre Gedanken wissen lassen?

Dazu haben Sie hier die Möglichkeit!


Sie kennen schon unsere neuen Zimmer?

Bitte bewerten Sie uns hier!


Kontakt:

Wallfahrtsgasthaus
St. Georgenberg

St. Georgenberg 181
6135 Stans

Tel.:     +43 (0)5242/71435
Mobil:   +43 (0)676/3063150
Email:   gerd@liebre.at

Die Entstehung von St. Georgenberg

 

Rathold von Aibling hat sich um die Mitte des 10. Jahrhunderts erst in einer Höhle gegenüber dem heutigen Georgenberg als Einsiedler niedergelassen. Der Legende nach wollte Rathold von Aibling das vorgesehene Kirchlein woanders bauen. Doch Vögel trugen blutige Späne, die von einer Verletzung eines Handwerkers stammten, hinauf auf den heutigen  Georgenberg. Dies wurde als Zeichen erkannt, die Stelle als neuen Platz für das zu errichtende Kirchlein zu wählen. Auch der Platz, wo heute die Kapelle „Unserer lieben Frau unter der Linde“ steht, soll laut Chronik des Stiftes auf Rathold von Aibling zurückgehen, der ein in Santiago de Compostela erworbenes Marienbildnis unter einer Linde angebracht haben soll.

Erst waren es Gefährten, die sich Rathold angeschlossen hatten. Bald darauf bildete sich eine, einem Eremitenkloster ähnelnde Gemeinschaft, die sich auch nach seinem Tod noch weiterentwickelte. Zur Jahrtausendwende stiftete Bischof Albuin von Brixen zwei Höfe zum Lebensunterhalt eines Priesters an diesem heiligen Ort. Weitere Schenkungen folgten von Kaiser Heinrich IV. 1097. Sechs Höfe im Unterinntal und eine Anzahl von so genannten Leibeigenen. Auch die Reliquie des Hl. Georg, (ein Oberarmknochen), die heute noch in der Wallfahrtskirche verwahrt und gezeigt wird, soll Kaiser Heinrich IV. gespendet haben. Weiters ließ er laut Chronik die erste Wasserleitung in den Fels hauen. Die Ritter Dietrich und Gerwein von Schlitters  sowie deren Neffe Heinrich (war ein Kleriker), stifteten im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts den Achensee und nördlich davon das Achental, das allerdings erst gerodet werden musste. Etwa zur gleichen Zeit (1138) erhob Bischof Reginbert von Brixen die Gemeinschaft zur Benediktinerabtei.

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts setzten bereits Buß – und Pilgerfahrten sowie Kreuzgänge ganzer Pfarreien ein. 1284 bremste der erste Brand den Aufschwung des Klosters, das mit Hilfe des Bischofs Bruno von Brixen wieder aufgebaut wurde. Durch das „Blutwunder“ um 1310  erblühte die Wallfahrt wieder, doch weitere Heimsuchungen folgten: 1348/49 , der Abt und der Großteil des Konvents fielen der Beulenpest zum Opfer, 1448 gab es den zweiten Brand, 1470 brannte die Hohe Brücke ab und 1489 stürzte deren Neubau aus unbekannter Ursache ein. Die Glaubensspaltung um 1520 schadete der Kirche erneut, eine Pestepidemie kam hinzu, die Wallfahrt kam fast 100 Jahre lang zum Erliegen. Dann 1637, verursacht durch einen Blitzschlag, der dritte Brand. Die Idee kam auf, das Kloster ins Inntal zu verlegen, was zunächst bei der Bevölkerung, den Behörden und auch im Konvent Widerstand fand. Das mittlerweile wieder aufgebaute Kloster St. Georgenberg wurde mehrmals durch Lawinen gefährdet und schließlich 1705 durch einen Waldbrand zum vierten Mal völlig zerstört. Der Abt konnte in einem Haus in Schwaz unterkommen, die anderen Mitglieder des Konvents fanden in anderen Pfarreien Unterschlupf.

Die Idee eines Neubaus im Inntal wurde nun doch umgesetzt. Im April 1706 wurde auf dem „Präpst Gut“ in Fiecht, eine schlichte viereckige Anlage erbaut, die 1708 bezogen werden konnte, obwohl die Bauarbeiten noch bis August 1709 dauerten. Der Wessobrunner Lambert Höllerer (Abt ab 1732) ließ zunächst die Kirche auf dem St. Georgenberg wieder aufbauen (Kirchweihe 1735) und erst 1741 – 1750 die barocke Abteikirche in Fiecht errichten.

1797 benutzte man die Abtei im Tal als Lazarett für 200 Soldaten. Der Konvent zog für kurze Zeit  wieder auf den St.Georgenberg. 1807 hielten die „Napoleonischen Wirren“ Tirol besetzt. Das Kloster wurde aufgelöst, Glocken und andere Wertgegenstände veräußert. Nur drei Patres in Fiecht und zwei am St. Georgenberg durften bleiben. Alle anderen mussten das Land verlassen, bis zur Wiedervereinigung. Im Oktober 1940 mussten sich die Mönche abermals auf den St.Georgenberg zurückziehen. Am 16. Mai 1941 schloss die Gestapo das Kloster und verwies die Mönche aus dem Gau  Tirol -Vorarlberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Gemeinschaft zunächst nur auf den St. Georgenberg zurückkehren, da das Talkloster nach Abzug der Besatzungstruppen erst gründlich renoviert werden musste; erst 1955 zogen die Mönche wieder ins Kloster Fiecht.

St. Georgenberg ist heute noch immer ein dreifacher Wallfahrtsort: Zunächst wurde der Hl. Georg besonders verehrt, bald aber auch die Gottesmutter Maria, ab etwa 1310 dann die“ Heilig-Blut-Reliquie“ und die Reliquien von 132 Heiligen. Heute steht die Verehrung der „Schmerzhaften Mutter“ klar im Vordergrund.